Ist die LASIK-Operation sicher? Eine Expertenanalyse

Die Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK) ist weltweit eine der am häufigsten durchgeführten refraktiven Augenoperationen. Sie hat Millionen von Menschen geholfen, Brillen und Kontaktlinsen abzulegen. Doch angesichts des Eingriffs am Sehorgan stellt sich für viele potenzielle Patienten die zentrale Frage: Wie sicher ist LASIK wirklich? Die kurze Antwort lautet: Ja, LASIK gilt heute als ein sehr sicheres Verfahren […]

Die Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK) ist weltweit eine der am häufigsten durchgeführten refraktiven Augenoperationen. Sie hat Millionen von Menschen geholfen, Brillen und Kontaktlinsen abzulegen. Doch angesichts des Eingriffs am Sehorgan stellt sich für viele potenzielle Patienten die zentrale Frage: Wie sicher ist LASIK wirklich?

Die kurze Antwort lautet: Ja, LASIK gilt heute als ein sehr sicheres Verfahren mit extrem hohen Erfolgsquoten und geringen Komplikationsraten. Dank jahrzehntelanger Forschung, technologischer Weiterentwicklung und strengerer Selektionskriterien für Patienten hat sich die Sicherheit signifikant verbessert.

Die Grundlagen der Sicherheit: Wie LASIK funktioniert

LASIK korrigiert Fehlsichtigkeiten (Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus), indem die Form der Hornhaut dauerhaft verändert wird. Der Eingriff besteht aus zwei Hauptschritten:

  1. Erstellung des Flaps (Hornhautdeckels): Ein Mikrokeratom oder (heutzutage meist) ein Femtosekundenlaser erzeugt einen dünnen, präzisen Flap an der Oberfläche der Hornhaut.
Ist die LASIK-Operation sicher? Eine Expertenanalyse
  1. Laserablation: Ein Excimer-Laser verdampft präzise eine winzige Menge an Hornhautgewebe unter dem Flap, um die neue Krümmung zu formen.
  2. Repositionierung: Der Flap wird zurückgeklappt, wo er von selbst schnell anheilt.

Die Sicherheit beruht auf der hohen Präzision der modernen Lasertechnologie (z.B. Eye-Tracking-Systeme, die unwillkürliche Augenbewegungen während der Behandlung ausgleichen) und der Tatsache, dass die Behandlung ausschließlich an der oberflächlichen Hornhaut stattfindet und nicht in das Innere des Auges eingreift.

Statistiken zur Erfolgsquote und Zufriedenheit

Die Erfolgsbilanz der LASIK ist beeindruckend:

  • Visuelle Ergebnisse: Weltweite Studien zeigen, dass über 95 % der Patienten nach der LASIK eine Sehschärfe von 20/40 (oder besser) ohne Sehhilfen erreichen. Über 90 % erreichen sogar eine Sehschärfe von 20/20.
  • Patientenzufriedenheit: Eine Analyse der American Academy of Ophthalmology (AAO) ergab eine Zufriedenheitsrate von über 96 % unter LASIK-Patienten.
  • Stabilität: Die Korrektur ist in der Regel dauerhaft.

Diese Zahlen belegen, dass das Verfahren äußerst effektiv ist.


Mögliche Risiken und Nebenwirkungen: Was Sie wissen müssen

Trotz der hohen Sicherheit ist LASIK ein chirurgischer Eingriff. Komplikationen sind selten, aber möglich. Es ist wichtig, zwischen temporären Nebenwirkungen und seltenen, schwerwiegenden Komplikationen zu unterscheiden.

A. Häufige und Temporäre Nebenwirkungen

Die meisten Patienten erleben in den ersten Wochen oder Monaten nach dem Eingriff eine oder mehrere der folgenden Erscheinungen, die in der Regel mit der Zeit abklingen:

  1. Trockene Augen (Dry Eye Syndrome): Dies ist die häufigste Nebenwirkung. Die Nerven im Flap, die die Tränenproduktion steuern, werden vorübergehend durchtrennt. Dies kann zu Juckreiz, Brennen und Fremdkörpergefühl führen. Meistens normalisiert sich die Situation innerhalb von sechs Monaten, aber einige Patienten benötigen längerfristig befeuchtende Augentropfen.
  2. Lichtempfindlichkeit (Glare and Halos): Besonders in der Nacht können Patienten Lichthöfe (Halos) um Lichtquellen und Blendung (Glare) erleben. Dies ist am häufigsten in den ersten Wochen und tritt heutzutage dank der sogenannten „Wavefront“-optimierten Behandlung (die eine größere optische Zone behandelt) seltener und weniger intensiv auf.
  3. Leichte Sehschwankungen: Die Sehschärfe kann in den ersten Wochen schwanken, bis die Hornhaut vollständig abgeheilt ist.

B. Seltene und Schwerwiegende Komplikationen

Die folgenden Komplikationen treten selten auf (häufig < 1 %) und sind oft behandelbar, können aber eine zusätzliche Behandlung erfordern:

KomplikationBeschreibungRisiko
Flap-KomplikationenFaltenbildung, Verschiebung oder unvollständige Bildung des Hornhautdeckels.Gering (stark reduziert durch Femtosekundenlaser)
Epitheliales EinwachsenZellen von der Hornhautoberfläche wachsen unter den Flap. Muss eventuell chirurgisch entfernt werden.Selten
Infektion/EntzündungObwohl selten (ca. 1 zu 5000), kann eine Infektion zu ernsthaften Sehkraftverlust führen. Strikte Hygiene ist essenziell.Sehr gering
Unter- oder ÜberkorrekturDas Ergebnis entspricht nicht der gewünschten Dioptrien-Korrektur. Oft kann dies durch eine Nachbehandlung (Enhancement) korrigiert werden.Moderat (korrigierbar)
Ektasie der HornhautEine sehr seltene, aber ernste Komplikation, bei der die Hornhaut Jahre nach der LASIK instabil wird und sich nach außen wölbt (Keratokonus-ähnlich), was zu Sehverlust führt.Extrem gering (wird durch präzise Voruntersuchungen minimiert)

Wichtig: Ein signifikanter, dauerhafter Sehverlust (mehr als zwei Zeilen auf der Sehtafel) tritt laut Studien in weniger als 1 % der Fälle auf.


Patientenselektion: Die entscheidende Sicherheitsmaßnahme

Der wichtigste Faktor für die Sicherheit ist die strikte Auswahl der Patienten. Nicht jeder ist für LASIK geeignet. Ein seriöser Chirurg wird eine umfassende präoperative Untersuchung durchführen, um Risiken auszuschließen.

Ausschlusskriterien (Kontraindikationen):

  1. Instabile Sehstärke: Die Dioptrienwerte müssen sich über mindestens ein Jahr stabilisiert haben.
  2. Zu dünne Hornhaut: Es muss genügend Gewebe für die Ablation und eine sichere Restwanddicke der Hornhaut (normalerweise mindestens 250 bis 300 Mikrometer) vorhanden sein, um das Risiko einer Ektasie zu vermeiden.
  3. Erkrankungen der Hornhaut: Vorerkrankungen wie ein bestehender Keratokonus oder eine Hornhautentzündung.
  4. Autoimmunerkrankungen: Krankheiten wie rheumatoide Arthritis oder Lupus, die die Heilung beeinträchtigen können.
  5. Starke Trockenheit: Patienten mit chronischem, schwerem Dry Eye Syndrome sind oft keine idealen Kandidaten.
  6. Schwangerschaft/Stillzeit: Hormonelle Schwankungen können die Sehstärke beeinflussen.

Fazit: Der Sicherheitsstandard hängt stark von der gewissenhaften Prüfung ab, ob die Hornhaut des Patienten dick und gesund genug ist.


Alternativen zur LASIK

Für Patienten, die nicht für LASIK geeignet sind oder die das Risiko des Hornhaut-Flaps vermeiden wollen, gibt es sichere Alternativen:

  1. PRK/LASEK (Photorefraktive Keratektomie): Bei diesem Verfahren wird der Laser direkt auf die Oberfläche der Hornhaut (nach Entfernung der obersten Zellschicht, des Epithels) angewendet. Es wird kein Flap erstellt.
    • Sicherheitsvorteil: Kein Risiko von Flap-Komplikationen; ideal für dünnere Hornhäute.
    • Nachteil: Längere, schmerzhaftere Heilungsphase und langsamere Wiederherstellung der Sehkraft.
  2. ReLEx SMILE (Small Incision Lenticule Extraction): Ein Laser erzeugt eine kleine, linsenförmige Scheibe (Lentikel) im Inneren der Hornhaut, die durch einen kleinen Einschnitt entfernt wird.
    • Sicherheitsvorteil: Nur ein minimaler Einschnitt; geringeres Risiko für trockene Augen, da die Nerven weitgehend intakt bleiben.
    • Einschränkung: Nur für Kurzsichtigkeit und Astigmatismus in bestimmten Bereichen geeignet.
  3. ICL (Implantierbare Kontaktlinsen): Hierbei wird eine spezielle Linse in das Auge implantiert, oft ohne Entfernung der natürlichen Linse. Ideal für sehr hohe Fehlsichtigkeiten, wenn LASIK oder PRK wegen zu hoher Gewebeabtragung nicht sicher sind.

So treffen Sie die richtige Entscheidung

Die Entscheidung für oder gegen LASIK sollte nach sorgfältiger Abwägung aller Fakten und einer umfassenden ärztlichen Beratung erfolgen.

  • Wahl des Chirurgen und der Klinik: Wählen Sie einen erfahrenen refraktiven Chirurgen mit modernster Technologie und strengen Screening-Protokollen. Die Erfahrung des Operateurs ist ein Schlüsselfaktor für die Sicherheit.
  • Realistische Erwartungen: Verstehen Sie, dass die Operation Ihr Leben verbessern wird, aber nicht unbedingt eine perfekte, „übermenschliche“ Sehkraft garantiert.
  • Kosten sind sekundär: Lassen Sie sich nicht von extrem günstigen Preisen leiten. Qualität und Sicherheit haben ihren Preis bei diesem hochtechnologischen Eingriff.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die LASIK-Operation ist ein äußerst sicheres und effektives Verfahren. Das Risiko schwerwiegender Komplikationen ist minimal, wenn der Patient richtig ausgewählt und die Operation mit modernster Technologie von einem erfahrenen Chirurgen durchgeführt wird. Die größte potenzielle Nebenwirkung, das trockene Auge, ist in den meisten Fällen vorübergehend oder beherrschbar.

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