So halten Sie Ihre Nieren gesund: Expertentipps zur Nierenpflege

Die Nieren sind lebenswichtige Filterorgane unseres Körpers. Sie regulieren den Wasser- und Elektrolythaushalt, filtern Abfallprodukte aus dem Blut, kontrollieren den Blutdruck und sind an der Produktion roter Blutkörperchen beteiligt. Ein gesundes Leben hängt maßgeblich von einer intakten Nierenfunktion ab. Da Nierenerkrankungen oft schleichend und ohne frühe Symptome beginnen, ist Prävention entscheidend. Flüssigkeitszufuhr: Der wichtigste Tipp […]

Die Nieren sind lebenswichtige Filterorgane unseres Körpers. Sie regulieren den Wasser- und Elektrolythaushalt, filtern Abfallprodukte aus dem Blut, kontrollieren den Blutdruck und sind an der Produktion roter Blutkörperchen beteiligt. Ein gesundes Leben hängt maßgeblich von einer intakten Nierenfunktion ab. Da Nierenerkrankungen oft schleichend und ohne frühe Symptome beginnen, ist Prävention entscheidend.

Flüssigkeitszufuhr: Der wichtigste Tipp

Die Nieren benötigen Wasser, um ihre Filterfunktion optimal ausführen und Abfallstoffe ausscheiden zu können.

  • Ausreichend trinken: Trinken Sie täglich etwa zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee. Dies hilft, die Nieren gut durchzuspülen und die Konzentration des Urins zu verringern, was der Bildung von Nierensteinen vorbeugt.
  • Achtung bei Hitze/Sport: Bei starkem Schwitzen oder körperlicher Anstrengung muss die Trinkmenge entsprechend erhöht werden, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
  • Vorsicht bei bestehender Nierenschwäche: Bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz kann es sein, dass die Trinkmenge vom Arzt begrenzt werden muss, um Wassereinlagerungen (Ödeme) zu vermeiden. Hier ist immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten.

Nierengesunde Ernährung: Weniger Salz und Phosphate

Eine ausgewogene und frische Ernährung ist der Grundstein für die Nierengesundheit.

  • Salz reduzieren: Ein übermäßiger Salzkonsum erhöht den Blutdruck, was einer der Hauptfeinde der Nieren ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt maximal 6 Gramm Salz pro Tag (etwa ein Teelöffel). Achten Sie auf verstecktes Salz in Brot, Käse, Wurst und Fertiggerichten.
  • Phosphate meiden: Phosphate sind natürliche Bestandteile von Lebensmitteln, werden aber oft als Zusatzstoffe (E-Nummern) in hochprozessierten Lebensmitteln, Wurstwaren, Schmelzkäse und Cola verwendet. Gesunde Nieren scheiden diese gut aus, bei vorgeschädigten Nieren kann eine hohe Phosphatkonzentration im Blut die Organe jedoch weiter schädigen. Setzen Sie auf frisch zubereitete Mahlzeiten.
  • Ausgewogene Mischkost: Bevorzugen Sie eine ballaststoffreiche, pflanzenbetonte Mischkost mit viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und hochwertigen Pflanzenölen. Essen Sie Eiweiß in Maßen.
  • Vorsicht bei bestimmten Lebensmitteln (Nierensteine): Je nach Art der Nierensteine (z.B. Harnsäuresteine oder Calciumoxalatsteine) kann es nötig sein, den Konsum bestimmter Lebensmittel (z.B. rotes Fleisch, Milchprodukte, Tomaten) anzupassen.

Risikofaktoren kontrollieren

Zwei chronische Erkrankungen sind die Hauptursachen für Nierenschäden: Bluthochdruck und Diabetes mellitus.

So halten Sie Ihre Nieren gesund: Expertentipps zur Nierenpflege
  • Blutdruckkontrolle: Halten Sie Ihren Blutdruck im Normalbereich (unter 140/90 mmHg). Unbehandelter Bluthochdruck schädigt auf Dauer die feinen Blutgefäße der Nieren.
  • Blutzuckerkontrolle: Bei Diabetes ist eine optimale Einstellung des Blutzuckerspiegels essenziell, um eine diabetische Nephropathie (Nierenschädigung durch hohen Blutzucker) zu verhindern oder zu verlangsamen.
  • Regelmäßige Vorsorge: Ab dem Alter von 35 Jahren wird der Check-up 35 empfohlen, bei dem auch die Nierenwerte (Blut und Urin) überprüft werden, um Schäden frühzeitig zu erkennen.

Bewegung und Stressmanagement

Ein gesunder Lebensstil unterstützt die Nierenfunktion ganzheitlich.

  • Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf den Kreislauf aus, hilft bei der Gewichtskontrolle und senkt den Blutdruck. Versuchen Sie, mehr Bewegung in Ihren Alltag zu integrieren (Treppe statt Aufzug, Spaziergänge).
  • Stress reduzieren: Chronischer Stress kann sich negativ auf die Nieren auswirken und sollte durch Entspannungstechniken, wie Yoga oder Spaziergänge an der frischen Luft, abgebaut werden.
  • Nicht rauchen: Rauchen wirkt sich generell negativ auf die Gefäße aus und beschleunigt Nierenerkrankungen.

Medikamenteneinnahme: Mit Bedacht handeln

Einige Medikamente können die Nieren belasten oder schädigen, insbesondere wenn bereits eine Vorschädigung vorliegt.

  • Vorsicht mit NSAR: Seien Sie besonders vorsichtig mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac. Diese Schmerzmittel können die Nieren belasten. Nehmen Sie diese nur nach Rücksprache mit einem Arzt ein und vermeiden Sie sie insbesondere in Kombination mit Blutdrucksenkern oder bei bekannter Nierenschwäche.
  • Ärztliche Rücksprache: Informieren Sie Ihren Arzt immer über alle eingenommenen Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel.

Die Nieren sind wahre Teamplayer, deren Gesundheit eng mit anderen Organsystemen wie Herz und Kreislauf verknüpft ist. Durch die Beachtung dieser Expertentipps legen Sie den Grundstein für ein langes und gesundes Organleben.


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